Wohin nur mit den ganzen Gefühlen?(fühlenfühlenfühlenfühlen)

Kennst du das? Wenn du so überschwappst vor lauter Gefühlen? Im besten Fall natürlich positiven. Wenn man gar nicht in Worte fassen kann, was da für ein Gefühlstornado im Inneren tobt? 

Die letzten Wochen waren so intensiv, so schnell im Umsetzen, so viel im Denken. Ich bin überhaupt nicht mehr mitgekommen, was da alles passiert. Keine Zeit lange zu überlegen. Und zeitgleich entwickelte sich synchron etwas ganz anderes. 

Dieser miese kleine Hackerangriff auf meine Insta-Accounts hatte mich geschockt und verunsichert. Meine kleine heile Welt war angegriffen worden. Einfach so. Keine Möglichkeit sich zu verteidigen oder zu wehren, keine Hilfe von nirgendwo. Irgendwann, nachdem der Kopf wieder funktionierte, dachte ich mir: kann das wirklich sein, dass Social Media aka Internet so einen Einfluss hat auf das reale Leben? Dass ich mir von sowas meinen inneren Frieden rauben lasse? Offensichtlich schon. Aber will ich das? Nö, natürlich nicht. Wenn ich dieser Scheinwelt also den Rücken kehre – was wird dann aus meinen Freundschaften, die gerade hier entstanden sind? Dieser Grat, an dem sich Social Media und Realität überschneiden. 

Das war der eine Plan. Ein neues Design, eine neue Seite. Das Alte musste ich loslassen. Mehr nicht. Aber es kommt ja für gewöhnlich immer etwas anders.

Der andere Plan war eigentlich keiner. Nur eine Idee. Wie wäre das, wenn…

Ich bemühe mich schnelle Entscheidungen zu treffen, nicht lange herum zu eiern und abzuwägen, sondern tatsächlich meinen Bauch entscheiden zu lassen, auch, wenn es für andere nicht sinnig erscheint (aber was kümmern mich die anderen..:-). Die erste Entscheidung, die nicht so ganz sinnig war (nach außen) war die Synthetik Locs Ausbildung. Und diese Entscheidung hat mein restliches Jahr beeinflusst. Nein, es lief deswegen nicht alles rund und geschmeidig und es gab Einiges, das mich wieder ausgebremst hat. Aber es gab immer ein Ziel, einen Grund weiterzumachen. Es fühlte sich so verdammt richtig an. Und ich fühlte mich so…. angekommen. Und dann lässt man den ein oder anderen mehr an seinem Leben teilhaben und ich war plötzlich auch irgendwie mittendrin statt nur dabei. Es entwickelte sich eine Eigendynamik, die nicht zu stoppen war. Und jetzt, am Ende des Jahres, wird mir klar, wieviel ich gelernt habe. Ja, ich kann jetzt Synthetiklocs herstellen. Ja, ich kann Dreadextensions machen. Ja ich weiß, wie man ein Einteilungsmuster macht. Aber das meine ich nicht.

Ich meine den Austausch mit Leuten, die mir in sehr kurzer Zeit sehr wichtig geworden sind. Nicht nur den fachlichen Austausch, sondern auch Erfahrungsaustausch, Lebenserfahrungsaustausch. Da kommen wieder einige Bereiche zusammen: Die Menschen, die zu meinem Narzissten-Stammtisch gekommen und nach Beendigung geblieben sind. Die Menschen, die in mein Leben gestolpert sind, die ich nicht da haben wollte, zu denen ich aber sofort einen intensive Verbindung hatte. Auch diese Person ist geblieben. Und dann natürlich die Dread-Community, die mich sowas von umgehauen hat. Damit hatte ich nicht gerechnet. Und wieder diese Menschen daraus, die ein bisschen mehr für mich geworden sind. 

So, Gefühlschaos? Ich kann es endlich spüren, was ich wert bin, was ich kann. Dass es ausreicht wie ich etwas mache. Ich habe genau die Menschen um mich, die mich so hoch schwingen lassen, dass ich platzen könnte vor Glück. Und plötzlich fühlt sich alles einfach an. Und man wird innerlich ruhig.

Ach ja, der andere Plan, der keiner war und der genauso kommen musste: Wenn sich zwei über den Weg laufen und jeder könnte eigentlich genauso weitermachen wie bisher. Aber man merkt, dass man genau das gar nicht will, weil man merkt, wie sehr man sich gegenseitig pusht und sich gegenseitig gut tut und sich genau das endlich rund anfühlt.

 

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