Wie das Jahr gestartet ist?
Mit viel Vorfreude, noch mehr Ideen und einer Riesenportion Schiss vor allem, was das Jahr so bringen könnte und wird. Die letzten Jahr waren schwer. Sagen wir einfach mal wie es ist. Klar, was erwartet man schon, wenn man sich selbständig macht (kurz vor dem ersten Lockdown) und alle Sicherheiten in den Wind schießt? Noch dazu hab ich mich 2023 in neues Gefilde getraut, das so völlig anders war als das, mit dem ich angefangen hatte. Wo ich keine Ahnung hatte, ob es funktioniert oder nicht.
Aber das war es gar nicht. Ich hab volle Rückendeckung vom besten Ehemann der Welt und meinen Lili-Kompass, damit ich immer weiß, wo es lang geht. Es kann also nichts passieren. Aber man hat ja so seine Erwartungen an sich selbst. Und Hoffnung. Dass es endlich mal leichter wird. Dass endlich der Knoten platzt. Man steckt soviel Arbeit in sein kleines Unternehmen, Energie und investiert alles, was man hat. Man hat einen Traum und will ihn umsetzen. Ein gewisses Maß an Starrsinn (naja, Dickköpfigkeit ist wohl das schönere Wort) gehört auch dazu, sonst lässt man sich zu schnell ins Bockshorn jagen und gibt auf. Aber vielleicht genau dann, wenn man kurz davor ist, seinen Traum erfüllt zu bekommen. Also durchziehen. Nicht nachdenken, einfach machen. Irgendwie kommt man immer weiter. Ach ja: und die allgemein gültigen Spielregeln sind natürlich einzuhalten. Ich hab keine Lust, dass kurz vor Zieleinlauf noch ein Stolperstein kommt, der mir alles zunichte macht.
Was 2025 passiert ist? Alles. Hätte mir jemand gesagt, dass es so laufen wird, ich hätte alles angezweifelt. Zweifeln kann ich. Aber das konnte ich schon mal besser. Ich bin jetzt im Vertrauen und das war ein laaaaaaaaaaaaanger Weg. Denn dazu gehört Selbstvertrauen. Und woher nehmen, wenn man sich immer wieder unter Beweis stellen muss. Sich und sein Können. Und dass man von seiner Arbeit und seinem Tun überzeugt ist. Auch, wenn es sonst keiner zu sein scheint.
Aber ich schweife ab. Auch das kann ich. Es gab natürlich auch nicht so schöne Sachen in diesem Jahr, aber nachdem ich mich davon nicht ablenken lasse, überwiegt das Positive. Zack! So einfach.
Anfang des Jahres war ich alleine bei einer Kick off Veranstaltung von Young Living in Salzburg. Da bin ich schon weit aus meiner Komfortzone ausgebrochen. Aber das wollte ich so. Ich bin mir nicht sicher, ob mir diese großen Veranstaltungen soviel geben, aber zum Vernetzen sind sie notwendig. Ich wollte einfach mal reinschnuppern, wie das so tut. Wenn man sich mit ein paar (meist von Social Media) bekannten Gesichtern treffen kann und ins Gespräch kommt, ist alles relativiert. Daraus hat sich eine tolle Zusammenarbeit mit meinen Uplines ergeben, die sich dann das ganze Jahr gefestigt haben.
Die Geschäftstermine waren in den ersten Wochen noch überschaubar, aber schon deutlich mehr als im Jahr davor. Na-TÜR-lich erhofft man sich, dass man endlich gesehen wird, mehr Resonanz hat und nicht ständig dranbleiben zu müssen. Das ätzt manchmal. Lili hat mir in der Zeit geholfen dran zu bleiben. Ich konnte sein wie ich bin, ich konnte Ideen einbringen und sie hält, was sie mir von Anfang an versprochen hatte: Sie ist immer da. Keine Ahnung, wann sie schläft, aber sie hält es ein. Manchmal ist es mittlerweile etwas erschreckend, wie gut wir uns in den letzten zwei Jahren kennen (- und schätzen) gelernt haben. Man mag es nicht glauben, aber es funktioniert: Kaffee, Zoom und Chaos vor 9 Uhr, aber wenn es ums Geschäft geht klappern die Tastaturen, totaler Fokus (wie Lili immer so schön sagt: HyperfokusseinVater) und dann wird reingeklotzt. Hach, toll. Da steh ich total drauf. Neurodivergenz at its best. Es muss ja für irgendetwas gut sein. LOL.
Was sich dieses Jahr auch irgendwie ergeben hat, war die Sache mit der Energiearbeit. Damit hatte ich vor 5 Jahren angefangen (manche erinnern sich vielleicht), aber das ist nie so wirklich ins Laufen gekommen aus unterschiedlichen Gründen und Vorkommnissen. Das Thema ist schleichend in den Hintergrund gerückt. Und dann kommt plötzlich einer, der eine Reiki-Anwendung will. Von mir. Nicht von irgendjemand anderem, sondern nur von mir. WIESO? Geh doch zu jemand, der das kann. Bitte.
Erkennt sich hier vielleicht jemand? Ich weiß, dass sich ganz viele von euch unterschätzen und denken: Ich bin nicht gut genug. Das kann ich nicht. Das machen andere besser.Und dann kommt der Punkt, an dem kannst du dich entscheiden: Ne, ich trau mich nicht! ODER Alles klar! Dann hol ich mal das angestaubte Wissen aus meinen Hinterstübchen raus. Und wenn ich während der Anwendung meine Unterlagen hinlege, damit ich mit sicher fühle, dann ist es so.
Ich hab mich fürs Hinterstübchen entschieden. Ich glaube ich hätte mich nicht mehr im Spiegel anschauen können. Dafür hab ich doch diese ganzen Ausbildungen gemacht und soviel Geld reingesteckt, nur um dann den Schwanz einzuziehen bei der besten Gelegenheit, die sich mir bietet? Weil ich zuviel Schiss habe, nicht gut genug zu sein?
Ich habs gemacht. Und es hat sich gelohnt. Dieser Knoten war geplatzt. Endlich. Ich hab mich getraut und mir wieder diese Tür geöffnet, auf die ich solange gehofft hatte. Klangschalen und Reiki sind jetzt fester Bestandteil in meiner täglichen Routine und natürlich in meinem Repertoire. Daraus haben sich natürlich wieder neue Begegnungen und Kurse und Erkenntnisse und Erfahrungen ergeben. Und ich bin so erfüllt. Und auch das habe ich alleine geschafft.
Eines der größten Ereignisse in diesem Jahr war natürlich die Handwerkskammer-Prüfung. Denn da hing alles dran. Das war nervenaufreibend, zeitintensiv, ärgerlich und man zweifelt natürlich auch hier an sich selber. Reicht es? Bist du gut genug? Kannst du überzeugen? Was, wenn nicht? Ach, was einen der Kopf dann so einreden will. Es HAT gereicht, ich KONNTE überzeugen und ich bin jetzt eingetragener Betrieb. CHAKA!
Und dann kam auch schon gleich im Anschluss das zweite größte Ereignis: Kaltenberg. Auch vor dem hatte ich Riesenbammel. Ich kürze hier gleich mal ab: 2026 sind wir in dieser Kombi wieder dabei. YES!
Dann habe ich zwischendurch den besten Ehemann von allen gleich nochmal geheiratet bei einer wundervollen Handfasting Zeremonie in Velden. Ich bin immer noch dankbar und beseelt von dieser Gemeinschaft und der Gastfreundschaft. Ja, das Mittelalter hat mich total gecatcht. Ich gebs zu. Ich will mehr davon.
Und mein Terminkalender füllte sich. Und füllte sich. Und füllte sich. Und ich kann es immer noch nicht fassen: Ich bin angekommen. Ich werde gesehen. Ich BIN Dreadstylist. Nicht nur eingetragen, sondern ich darf das sein und leben. Mit allem, was es mit sich bringt. Ich weiß endlich, wofür ich die letzten Jahre durchgehalten habe.
Und jetzt ist es kein Durchhalten mehr. Jetzt kann ich ernten, was ich gesät habe. Ja, sehr poetisch, ich weiß. Aber genauso fühlt es sich an. Ich muss nicht mehr bangen, wie es weitergeht. Ich weiß es. Ich weiß wie. Und ich weiß noch eins: Ich kann mich auf mich verlassen. Und auf mein Bauchgefühl. Ich kann das. Und noch mehr, wenn es sein muss.
Ich habe in diesem Jahr etwas geschafft, was mich nicht nur beruhigt (oh ja, selbstverständlich), sondern auch unglaublich stolz auf mich selber macht: Ich hab mir einen festen Kundenstamm aufgebaut mit vielen tollen und besonderen Menschen.
Also ein Riesendankeschön für euer Vertrauen, die vielen gemeinsamen Stunden, die vertrauensvollen Gespräche und die Abschiede mit dicken Umarmungen. Die Wertschätzung, die ich durch euch erfahren habe, hat mir gezeigt: Es war alles richtig. Es durfte alles so sein. Und bei ganz vielen von euch habe ich das Gefühl: Hier geht es schon lange nicht mehr um die Pflege. Da ist noch mehr. Und das liebe ich so sehr.
Ihr seid einfach die Besten. Ihr seid alle wundervoll. Und niemalsaufgarkeinenFall zuviel. Ich bin immer so beseelt, wenn die Termine vorbei sind und ich denke mir oft: Was war das denn jetzt wieder? Wie wundervoll ist dieser Mensch, bitteschön. Und selten sehen sie es selber.
Ob 2026 auch so ereignisreich wird? Bestimmt. Ob es 2025 noch toppen kann? Bestimmt. Ob man 2026 durchplanen kann? Moment…………………………………..HAHAHAHAHAHAHAHAHAHAHA.
Wo auch immer ihr herkommt, warum auch immer wir uns treffen werden: Ich freu mich auf euch. Auf ins nächste Jahr. Macht ein Schönes draus.



